Wieviel ich doch in zwei Jahren vergessen habe! Ich hatte die Strecke von Sadao bis nach Hat Yai ganz anders in Erinnerung, schwächer besiedelt und weniger hügelig. Einzig an den Teil der Strecke, bei der ich die Hauptstrasse verlassen habe und durch eine Kautschukplantage gefahren bin, konnte ich mich erinnern.
Vor Hat Yai haben mich zwei Mountainbiker überholt. Einer sprach mich an und fragte, ob er, während wir fuhren, ein Selfie mit mir machen dürfe. Sie haben mich noch zwei weitere Male überholt. Viele Biker haben ein Paar Adiletten am Velo befestigt. Wenn man mit Rennvelo-Schuhe unterwegs ist und man noch etwas zu Fuss unternehmen möchte, ist das durchaus sinnvoll. Denn das Gehen in Rennveloschuhen ist obermühsam. Man rutscht auf glatten Oberflächen, als gehe man auf einer Eisfläche.
Die Fahrt durch Hat Yai, die grösste Stadt ganz im Süden Thailands mit 160000 Einwohner, war echt eine Herausforderung. Man muss auf 100 Dinge gleichzeitig achten. Rechts neben mir die riesigen Räder eines Lastwagens, links ein parkiertes Auto. Hoffentlich öffnet niemand eine Autotür! Vor mir eine Ampel, gleichzeitig aufs Navi achten und auf der richtigen Fahrspur fahren. Überall wuseln und drängeln Roller herum. Zum Glück ist alles gut gegangen und ich war froh, die Stadt hinter mir gelassen zu haben.
Die Landschaft in Meeresnähe ist anders als die bereits befahrene. Es hat keine Plantagen mehr, überall gibt‘s Sümpfe und Wasser, das von irgendwoher auf die Strassen läuft. Was mich schockiert, ist der Müll, welcher an den Strassenrändern herumliegt. Manchmal keine zehn Meter neben Häusern. Heute gab es noch eine Extraschlaufe von 8 Kilometern. Ohne diese hätte ich ohne Abendessen auskommen müssen. Ich wusste gar nicht mehr, wie mühelos sich mein Jaguar ohne 25 kg Gepäck bewegen lässt.






