Heute war für mich der letzte Tag auf den Strassen Malaysias. Gestartet bin ich in einen nebligen Morgen, aber schnell verzogen sich die Schwaden und es wurde ein sonniger Tag. Am Stadtrand bin ich einem Flugplatz entlang gefahren und habe dort mehre Pilatus PC-7 Schulungsflugzeuge gesehen. Einer war gerade über mir im Landeanflug. Alor Setar ist ein Ausbildungsort der Malaysischen Luftstreitkräfte.
Dann ging es wieder mehrheitlich geradeaus. Bis etwa fünf Kilometer vor der Grenze zu Thailand deutet nichts darauf hin, dass man bald an der Grenze ankommt. Jedoch war alle 100 Meter ein Versicherungsbroker anzutreffen. Wenn Malayen mit ihrem Fahrzeug nach Thailand einreisen möchten, müssen sie bis zu drei Versicherungen abschliessen.
Vor zwei Jahren war der Grenzübergang wie verlassen. Ein Grund ist, dass es kaum Handel zwischen Malaysia und Thailand in der Grenzregion gibt. Das liegt daran, dass der Süden Thailands zu 60% muslimisch ist. Muslimische Separatisten forderm dort mehr Selbstbestimmung bis hin zu einem eigenen Staat, zum Teil auch gewaltsam. Deshalb gibt es die Reisewarnung des EDA. Malaysia will diese Tendenzen mit allen Mitteln vom eigenen Land fern halten.
Dieses mal gab’s Stau in der Motorrad-Spur an der malaysischen Ausreisekontrolle. Ich kam mit „Black“, einem malaysischen Kleinhändler ins Gespräch, der in Thailand billig Kleider kauft und zu Hause wieder verkauft. Es sei ein Feiertag in Malaysia, deshalb der Stau. Am 8. und 9. November wird Deepavali (Lichterfest) gefeiert.
An der Thailändischen Immigration an der Grenze war ich ein wenig nervös. Hatte ich es doch letztes Mal fertig gebracht, an der Immigration vorbei und ohne gültiges Visum die Grenze zu überqueren 🫣. Das bemerkte ich, oder besser die Rezeptionistin im ersten Hotel, als der Visums-Stempel fehlte. Die Beamtin, welche im Nachhinein das Visum erstellt hat, schrieb einen halben Roman in meinen Pass. Der Grenzbeamte las die Notiz genau, das spürte ich und er liess sich Zeit mit dem Visums-Stempel. Währenddessen wurde ich immer nervöser. Schlussendlich erhielt ich das Visum und somit bin ich nun ein legaler Immigrant.
In Sadao angekommen, habe ich zuerst meine restlichen Ringgit in Thailändische Bath eingetauscht. Nach dem Zimmerbezug, Duschen und Kleiderwaschen gönnte ich mir im Hotel eine Thaimassage. Die Zeitverschiebung zur Schweiz beträgt nur noch 6 Stunden. Somit ist mir heute eine Stunde geschenkt worden.






