Heute Morgen wurde ich um sechs Uhr früh durch ein Gewitter geweckt. Somit wusste ich, dass ich mir Zeit lassen kann mit dem Aufstehen. Bis ich um halb neun aufs Velo gestiegen bin, sind nur noch vereinzelte Regentropfen gefallen. Während der ganzen Fahrt nach Teluk Intan war es bewölkt, dadurch waren die Temperaturen angenehm. Auf meiner Route war eine neun Kilometer lange, schnurgerade Strecke zwischen Palmölplantagen ohne einen Meter Schatten. Da war ich wirklich froh um die Wolken am Himmel.
Zufahrt zu einem Haus an der StreckeSo werden stark befahrene Kreuzungen umgangenBlick von der ÜberführungBernam River, Grenze zwischen den Bundesstaaten Perak und SelangorPflock einschlagen, Büffel anbinden und man spart sich den ZaunWelches Getriebe hätten’s gern?Garagenbetrieb in Teluk Intan
Diese Etappe war ganz anders zu fahren als die gestrige: weniger Verkehr, weniger Lastwagen und gute Strassen. Wobei man die Fahrbahn immer im Auge behalten muss, denn es gibt Löcher im Belag oder das Gegenteil, nämlich Wölbungen. Diese hat’s vor allem bei Übergängen zu Brücken. Manchmal sind diese so gross, dass nur im Schrittempo darüber gefahren werden kann. Deshalb sieht man wahrscheilich keine tiefer gelegten Autos ; -) . Noch in Klang überquert die Strasse den Klang River, welcher breiter als der Rhein bei uns ist. Ich habe noch nie so viel Müll in einem Fluss schwimmen gesehen – schade. Auf der Fahrt habe ich einengrossen Greifvogel beobachten können. Leider hat es nicht für ein Foto gereicht. Die Strasse führte vor allem durch Palmölplantagen und Richtung Sekinchan an grossen Reisfeldern entlang.
Chinesischer Tempel am Stadtrand von KlangDavon träumt jeder Pendler in der Region ZürichIrgend eine FlussüberquerungAussicht auf SekinchanRoute der letzten fünf Tagen
Zum Glück war es heute eine kurze Etappe. Von Beginn weg hat es immer leicht geregnet, dafür waren die Temperaturen angenehm. Zuerst hatte ich die Regenjacke an, aber irgendwann habe ich feststellen müssen, dass ich durchs Schwitzen genau so nass werde wie ohne Jacke. Also, weg damit. Der Verkehr war heute enorm, viele Lastwagen und ich hatte das Gefühl dauernd in einer Stadt unterwegs zu sein, Das Highlight war: Ich habe zum ersten Mal einen Eisvogel in freier Wildbahn gesehen. Ich habe noch nie so ein Blau in einem Federkleid gesehen. Am Stadtrand von Klang angekommen, hat mich an einer Kreuzung eine Gruppe Makaken begrüsst 😉 . Fazit: Auch solche Tage gibt es.
Rush Hour am MorgenHeute hätte auch mein Velo eine Dusche nötigStadteinfahrt KlangBegrüssungskomitee in Klang
Allen Motorsport-Begeisterten wird Sepang vom „Sepang International Circuit“, wo Formel 1 und Moto GP- Rennen ausgetragen werden, ein Begriff sein.
Die ersten 10km bis ich aus Port Dickson heraus war, waren ein dauerndes Stop and Go an jeder Ampel. Von Kilometer 20 bis 50 führte eine sehr gute Strasse durch Palmölplantagen. Es war ein kurviges Auf und Ab. Dabei habe ich im ganzen 300 Höhenmeter überwunden. Ein Nachteil der Palmölplantagen ist für mich, dass es keinen Schatten zum Anhalten gibt. Links und rechts der Strassen hat es einen ca. 20 Meter breiten Grünstreifen mit einem Erdwall, wahrscheinlich damit Unbefugte nicht zu den Plantagen gelangen können. In Sepang angekommen, habe ich das Hotelzimmer bezogen und geduscht. Nachher ist in der ganzen Strasse der Strom für anderthalb Stunden ausgefallen. Zuerst meinte die Rezeptionistin, es dauere wohl zwei bis drei Stunden, Glück gehabt!
Campingplatz direkt am MeerPort Dickson stadtauswärtsPalmölplantagen soweit das Auge reichtAnstieg geschafft!In dieser Strasse im Kip Viertel von Sepang liegt mein Hotel
Der heutige Tag hat mit einem Gewitter gestartet. So habe ich mit der Abfahrt gewartet, bis der Regen etwas nachgelassen hat. In kurzer Zeit haben sich riesige Pfützen auf den Strassen gebildet und ich bin Slalom um die Pfützen gefahren, da ich nie sah, was unter der Wasseroberfläche war. Nach 10km hat es aufgehört zu regnen und ich habe mich meiner Regenkleider entledigt. So habe ich auch diese das erste mal testen können. Die Fahrt nach Port Dickson war abwechslungsreich, dabei bin ich auch gut vorwärts gekommen. Der gestrige Ruhetag hat gut getan. Mein heutiges Hotel „Klana Beach Resort“ ist strikt muslimisch. Beim Check In musste ich unterschreiben, dass ich im Zimmer nicht rauche und keinen Alkohol mit ins zimmer bringe. Das Personal ist freundlich und das Hotel ist ok.
Start in MelakaTypische Landschaft im Landesinneren Auch so kann man eine Strasse überqueren Linggi River, einer der grössten Flüsse MalaysiasDie Mauer ist nicht nur Wasserfall, sie trennt Frauen- und Männerpool
Nach fünf Tagen auf dem Velo habe ich heute einen Ruhetag eingelegt. Auch weil ich in einem guten Hotel untergebracht bin, das mitten in der China Town liegt, wo immer etwas los ist. Gestern und heute ist Abendmarkt, der von chinesischen Händlern geprägt ist, die alles (Un-) Mögliche aus Plastik anbieten. Den heutigen Tag verbrachte ich in Museen; es ist dort schön kühl. Ich buchte auch eine River Boat Tour und stieg auf einen Aussichtsturm. Nach dem Mittag bin ich zurück ins Hotel gegangen, denn es wird unerträglich heiss in der Stadt.
Ich habe meine weitere Route geplant und bereits Hotels gebucht. Jetzt freue ich mich noch auf ein feines Abendessen.
Menara Jam Melaka PlatzIm Hintergrund das Swiss Garden HotelRiver Boat Cruise Melaka vom Menara Taming Sari Tower
Diese Etappe war relativ kurz und nicht so interessant, aber entspannt zu fahren. Langsam kommt Routine auf. Zwischen 7 und 8 Uhr starte ich, denn morgens ist es von den Temperaturen her angenehm zu fahren und der Verkehr hält sich in Grenzen. So alle 10 km mache ich einen Halt, um genug zu trinken. Dabei komme ich auf 2,5 Liter pro 50 km 😉
Spürbar heisser wird es immer, wenn man in die Städte hinein fährt. In Kota Tinggi waren es 35°C. Gestern hat mir ein Einheimischer gesagt, dass es noch nie so heiss war wie in den letzten zwei Wochen. In Melaka angekommen, habe ich das Velo im Hotel abgestellt und bin ins China Viertel zu einer Fish Ball Soup gegangen. Nach dem Einchecken und Zimmerbezug habe ich mich entschlossen, noch eine weitere Nacht zu buchen und mir morgen einen „Ruhetag“ zu gönnen. Melaka hat einige Sehenswürdigkeiten und ist sehr touristisch.
Leider keinen Tapir gesehenEingang zur Pasar Jonker Street in Melaka Malacca RiverMein Hotel „The Swiss Heritage Boutique“ im typischen Schweizer Stil 😉
Die heutige Fahrt war einfach: nur gerade 15 Höhenmeter auf 60 Kilometer Strecke. Die ersten 15 Kilometer führten wie durch eine Allee unter einem schattenspendenden Blätterdach. Auf der Strecke hat mich eine Rennradgruppe überholt. An einer Tankstelle macht auch diese Gruppe einen Halt. Dabei wurde mir freundlicherweise angeboten, in ihrem Begleitfahrzeug mitzufahren. Ich bin mir nicht sicher, ob es ernst gemeint war.
In Muar angekommen, bin ich zuerst zum Muar River gefahren, an welcher die älteste Moschee von Muar steht. Gegen Abend musste ich noch Geld holen. Viele der kleinen Restaurants nehmen nur Bargeld. Dabei ist mir aufgefallen, dass es ausschliesslich bei Schulen Fussgängerstreifen gibt. Ausser Touristen geht in Malaysia auch niemand zu Fuss 😉
Batu Pahat River, die Flut drückte das Wasser ins LandesinnereMuar RiverJalan Maharani (Jalan = Strasse) Aussicht vom 52 The Grace HotelRoute der letzten fünf Tage
Über eine wenig befahrene Strasse bin ich heute quer durch Malaysia Richtung Westküste gefahren. Das erste Mal hatte ich etwas Gegenwind, was den Vorteil hatte, dass es gefühlt kühler wirkte. Auf der Fahrt hörte ich plötzlich ein vertrautes Motorengeräusch. Zwei GS Motorräder überholten mich. Ich bekam fast ein wenig Heimweh nach meiner GS 😉. Auf der Strecke boten viele Händler frische Ananas direkt von den Feldern an. Im Hotel in Benut angekommen, musste ich erst einmal meine Velokleider waschen. Bei einem kleinen Rundgang durch den Ort bin ich an einer Laundry vorbei gekommen. Das wäre eine gute Möglichkeit gewesen, meine Kleider waschen zu lassen.
Reisfeldnicht schwierig zu übersetzenMein Velo ist diese Nacht ganz nah bei mir 💚 🔒Freiluft Laundry
Gestern Abend habe ich beschlossen, meine geplante Route über die Malayische Ostküste über die Cameron Highlands zur Insel Penang zu ändern. Der Grund für meinem Entscheid sind die hohen Temperaturen und die zu fahrenden Höhenmeter. Der Plan, Georgetown zu besuchen, bleibt jedoch weiter bestehen, nur aus einer anderen Richtung. So bin ich heute nicht Richtung Ostküste, sondern in die Gegenrichtung zur Westküste gefahren. Die Fahrt führte vor allem durch Palmöl-Plantagen. Unterwegs sah ich einige Makaken, die von weitem auf sich aufmerksam machten durch ihr Geschrei. Einmal wollte ein Waran vor mir über die Strasse, hat es sich aber anders überlegt 😉 . So bin ich heute nur 43I Kilometer weit geradelt. Noch zu Malaysia: Es braucht keinen Wecker, um 05:45 Uhr hat der Muezzin über Lautsprecher seine Gläubigen zum Gebet gerufen.
Eine Gerade bis zum HorizontDa wird wohl Palmöl produziert